Weihnachtsbräuche weltweit

Weihnachtsbräuche

Wie feiert ein Kinderdorf eigentlich Weihnachten?

In Ländern mit christlichem Einfluss gehört eine feierlich besinnliche Adventszeit und das Essen an Heiligabend zu den typischen Weihnachtsbräuchen. Damit ihr euch ein Bild vom Weihnachtsfest der Familien in den von CFI unterstützten Kinderdörfern machen könnt, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede seht, haben wir die Weihnachtsbräuche aus vier Ländern zusammen gestellt.

Im Kongo sind aufgrund politischer Unruhen einige Kinder aus einer 900 km entfernten Region, in der Bürgerkrieg herrscht, im Kinderdorf aufgenommen worden. Zuvor waren in das bereits volle Kinderdorf Patmos Kinder gebracht worden, die wegen eines Erdrutsches ihre Eltern verloren hatten. Damit alle Kinder auch bald wieder die Möglichkeit haben, ein wenig Alltag zurück zu bekommen und vielleicht das Weihnachtsfest genießen zu können, möchten wir außerdem zu Spenden aufrufen. Ob Patenschaft, Spende oder SMS-Spende, jeder Cent hilft und kommt an der richtigen Stelle an.

Per PayPal kann einfach an spende@cfi-kinderhilfe.de mit dem Verwendungszweck „Kongo“ gespendet werden oder über den Link paypal.me/cfikinderhilfe.

Ansonsten gibt es unter www.cfi-kinderhilfe.de/spenden auch alle anderen Möglichkeiten zu spenden.

Mexiko

In Mexiko gehört Weihnachten zu den wichtigsten Feiertagen des katholisch geprägten Landes. Schon Mitte Dezember beginnen die traditionellen Posadas (dt. Herberge) und enden an Heiligabend. Bei einem Posada wird die Suche einer Unterkunft von Maria und Josef nachgespielt. Zwei Personen klopfen an Haustüren und erbitten Einlass. Sie werden zweimal abgewiesen, da die Herberge angeblich voll ist, und dann werden sie mit den anderen Gästen hereingelassen und die Feier beginnt. Bei dieser gibt es traditionell vieles zu essen, wie z.B. Buñuelos (süsse Krapfen). Es wird Fruchtpunsch oder Ponche (Weihnachtspunsch) getrunken und mit Freunden und Bekannten viel gesungen und getanzt. Das Zerschlagen von Piñatas ist für die Kinder der Höhepunkt einer Posada.

Am nächsten Tag findet die nächste Posada bei einer anderen Familie statt und so geht dies immer weiter bis Weihnachten. Das hingegen ähnelt in Mexiko stark dem des amerikanischen, mit Bräuchen wie dem Truthahnessen.

Kambodscha und Indien

In Asien wird Weihnachten sehr unterschiedlich gefeiert, abhängig von religiöser Tradition und medialer Prägung des Landes. In Kambodscha z.B. wird das christliche Fest nicht wirklich gefeiert. Es ist auch kein Feiertag, nur aus kommerziellen Gründen werden manche Innenstädte weihnachtlich geschmückt. In Indien hingegen ist es ein offizieller Feiertag, der auf Hindi auch „bada din“ (dt. der große Tag) genannt wird. Jedoch haben die amerikanischen Medien auch die Bräuche und den Konsum des Landes beeinflusst. Anstelle eines Weihnachtsbaumes wird eine Bananenstaude oder ein gut zu schmückender Baum dekoriert. Fromme Christen besuchen den Gottestdienst und in Missionsschulen kommen auch hinduistische Kinder mit Weihnachten in Kontakt, z.B. durch die Musik. Nach der Messe gibt es ein großes Fest mit vielen Gerichten, vor allem indischen Currys und dann werden Geschenke verteilt.

Philippinen

Die Weihnachtszeit auf den Philippinen hingegen startet am 1. und endet am 28. Dezember. Sie beginnt mit Weihnachtslaternen aus Papier, den sogenannten „Paroles“, die überall zu finden sind. „Offiziell“ liegt der Anfang der Weihnachtszeit auf dem 16. Dezember und wird mit einem Glockengeläut eingeleitet. Außerdem marschieren Blaskapellen durch die Stadt und Kinder feuern mit kleinen Bambuskanonen.

Nach der Mitternachtsmesse des 24. Dezembers kommen die Filipinos zur „Noche Buena“ zum Weihnachtsessen zusammen. Die ganze Stadt ist erleuchtet und es wird mit Gesängen gefeiert. Zum Ende der Weihnachtszeit wird sich am 28. Dezember an den „Ninos Inocentes“, den Tag der unschuldigen Kindern, erinnert. Es ist der Tag an dem die Filipinos, denen es besonders wichtig ist ihr Gesicht zu wahren, andere necken und Scherze auf den Lippen haben.