Die Entstehung von Saboteur

Auch das verBLUFFende Legespiel Saboteur war einst nichts als eine Idee. Wie alles begann? Ganz einfach: Spieleerfinder Frederic Moyersoen sah fern …

1998 war Frederic Moyersoen ein Fan der belgischen TV-Show „The Mole“ (in Deutschland „Wer ist der Maulwurf“, 2000-2001 auf Pro7), in der sich ein kleines Team auf den Weg zu einem unbekannten Ziel macht. Aber nicht alle werden ankommen, denn einer von ihnen ist ein Verräter – „der Maulwurf“. Mit Abenteuer-, Mut- und Geschicklichkeitsspielen sollen sie jeden Tag Geld für ihr Team erspielen. Der Maulwurf versucht, diese Spiele so unauffällig wie möglich zu sabotieren.

Inspiriert von dieser Idee, wollte Frederic das Konzept auch in einem Spiel umsetzen. Der Gedanke dabei: Die Spieler müssen zusammenarbeiten um eine Mission zu erfüllen, während ein geheimer Saboteur dies zu verhindern versucht. Da ihn als kleiner Junge Labyrinthe fasziniert hatten, packte er auch diese Idee mit in sein Spiel. Die Spieler sollten also gemeinsam einen Weg zu einem bestimmten Zielort bauen. Beim Spielmaterial entschied sich Frederic für klassische Spielkarten. Denn die rechteckigen Karten passend aneinander zu legen, sollte nicht zu einfach sein – damit auch der Saboteur unauffällig sabotieren kann. Dann überlegte Frederic, welches Thema zu seinem spielerischen Sabotage-Akt passen könnte. Schnell landete er bei den nach Gold suchenden Zwergen aus „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ und den Werkzeugen für eine Goldsuche untertage.
Hier könnt ihr Frederics Original-Motive für den Prototypen im Vergleich mit den späteren Karten im Spiel sehen.

Making-of Saboteur: die Karten im Vorher-Nachher-Vergleich

Spielidee und Prototyp gingen Frederic mit all diesen tollen Ideen rasant von der Hand. Nun stand die Suche nach einem Verlag an. Diese begann im Herbst 2001 auf der Messe „Spiel 02“ in Essen. Und das Interesse an seinem Spiel war enorm. Also bastelte er für jeden Interessenten einen Prototypen und wartete hoffnungsvoll – auf jede Menge Absagen. „Zu langweilig“, einem anderen Spiel „zu ähnlich“, „zu einfach“. Bis sich AMIGO zurück meldete. Die Spiele-Redaktion sah bereits großes Potenzial im Saboteur-Prototypen, allerdings waren es zu dem Zeitpunkt noch etwas wenig Karten im Vergleich zum AMIGO-Standard. Zudem schlug die Redaktion vor, das Spiel für viele Spieler zu optimieren. Gleich auf dem nächsten Spieletest-Wochenende sollte ein überarbeiteter Prototyp mit getestet werden – und zwar in wenigen Tagen! Frederic atmete tief durch, nahm die Herausforderung an und lieferte trotz der knappen Zeit pünktlich einen überarbeiteten Prototypen.

Viele Tests und Illustrationen später wurde das fertig produzierte Saboteur auf der „Spiel 04“ in Essen dem Publikum vorgestellt. Das Spiel wurde zu einem internationalen Kartenspielklassiker mit Fans in aller Herren Länder. Man spielt Saboteur in halb Europa, in Kanada, Japan und sogar China! 2012 erhielt das Spiel ein überarbeitetes Cover, auf dem die goldsuchenden Zwerge zu Ehren kommen.

Heute sagt Frederic Moyersoen, dass die von AMIGO vorgeschlagenen Anpassungen an Saboteur ausschlaggebend für den Spielspaß waren und so maßgeblich zum Erfolg dieses Kartenspiels beigetragen haben. Denn „die meisten Spiele sind für drei bis vier Spieler gemacht. Dadurch kann jedes Spiel, bei dem mehr Spieler mitmachen können, richtig auftrumpfen.“

Hier geht es zur Produktseite von Saboteur und dem Saboteur Erklärvideo.

Deutsche Saboteur-Meisterschaft

Seit Sommer 2016 hat Saboteur seine eigene Deutsche Meisterschaft.
Die ersten landesweiten Vorrunden-Turniere fanden bei ausgewählten Fachhändlern und Spieleclubs statt. Die Sieger der Vorrunden durften sich über tolle Preise freuen und nehmen darüber hinaus auch an der Deutschen Saboteur-Meisterschaft im Oktober teil. Diese wird am Sonntag, den 16.10.2016 auf der SPIEL ’16 in Essen ausgetragen. Die zwei Bestplatzierten der DM qualifizieren sich für die Saboteur-Weltmeisterschaft, die am 26.11.2016 in der ungarischen Hauptstadt Budapest stattfinden wird. Die Reisekosten trägt natürlich AMIGO.

Nähere Informationen zur Deutschen Saboteur-Meisterschaft und den Veranstaltungsorten sind auf www.saboteur-turnier.de zu finden.

Der besondere Reiz des Turniers

Im Kartenlegespiel Saboteur zählt, wer am besten seine Rolle spielen bzw. verbergen kann. Der besondere Reiz im Turniermodus: Man muss Menschen einschätzen, die man gar nicht kennt. Die Turniervariante von Saboteur bietet eine zusätzliche Besonderheit: eine neue Charakterrolle! Sind in der ursprünglichen Version nur Saboteure und Goldsucher im Spiel, so gibt es in der Turniervariante eine Sonderkarte: der „Selbstsüchtige Zwerg“. Dieser gewinnt zwar nur dann, wenn er selbst das Goldstück aufdeckt, darf in diesem Fall aber auch den ganzen Schatz für sich behalten.

Saboteur

Stimmen zu Saboteur

Von der Seifenkiste herab,15.11.2015:

„Ein schickes kleines Spiel für die Jackentasche, mit dem man bis zu 10 Zwerge bespaßen kann!“

Zoernig.de, 09.01.2013:

„Es gibt wenig Spiele, die man sowohl in kleinerer Runde zu viert als auch in einer größeren Runde mit 10 Personen gut spielen kann.“

Ludoversum.de, 25.03.2014:

„Egal ob Kind/ Jugendlicher, Gelegenheitsspieler oder Vielspieler – Saboteur gefällt eigentlich jedem.“